Kreativ-Blog und Podcast
25 Feb
Jeder Beruf hat Vorraussetzungen, die man erfüllen sollte – am besten schon bevor man sich dazu entschließt, sonst fällt man leicht mal auf die Nase. Manches kann man sich erarbeiten, anderes kennt man unter dem dubiosen Begriff Talent.
Ausdauer ist so eine Vorraussetzung für Schauspieler, die sehr wichtig ist. Gemeint ist körperliche Fitness. Ich spiele zum Beispiel gerade einen Teddybären im Voll-Fell-Kostüm. Das ist an sich noch nichts, wofür man Ausdauer bräuchte, aber wenn man sich viel bewegt, wie z.B. Purzelbäume machen, rennen, Radschlag, springen, tiefere Gang- und Stand-Art hat, usw., wird es heiß – richtig heiß! Gut, trink ich eben was – geht aber nicht immer. Ich gehe z.B. nach gut fünfzig Minuten einmal ab und hänge mich an den Wasserhahn. Wenn wir das im Sommer spielen, gebe ich wohl den Löffel ab. Nicht vergessen darf man, daß man ja auch noch die ganze Zeit deutlich und artikuliert Sprechen muß, ohne keuchen!
Dann gibt es auch diese herrlichen Doppel-Vorstellungen. Jeder, der schon ein paar Engagements auf dem Buckel hat, kennt die Herausforderungen, die gerade Kindertheater stellen kann. Ich ordne das Stück jetzt unter Theaterspielen und Aerobic-Ersatz ein. Diese Woche habe ich also ordentliche fünf Stunden Aerobic auf der Bühne gemacht, plus drei Stunden freiwilligen Sport.
Wenn du also planst, ins Schauspielfach einzusteigen, rate ich dir, schon jetzt mit regelmäßigem Sport anzufangen. Besonders empfehlen kann ich Kampfkünste, wie z.B. “Shin Son Hapkido”, da bekommt man nicht nur Ausdauer, man trainiert auch seinen Geist mit und lernt intuitiv aus dem Bauch zu atmen, was auf der Bühne eine weitere Grundlage ist.
12 Feb
Schon immer gewünscht und endlich durfte ich mal: einen Film synchronisieren! Der einzige Wermutstropfen war vielleicht, daß ich mich selbst synchronisiert habe, aber die Erfahrung ist die Hauptsache!
Zum Hergang: Ich hatte für einen Studenten der FH Dieburg in einem Kurzfilm mitgespielt, zusammen mit einer Kollegin. Gefilmt wurde auf HD (!) – Material und der Film sieht wirklich aus, wie aus einer teuren Filmproduktion, was natürlich auch an den schönen Kameraeinstellungen lag. Leider waren an unserer Location, einem Park an der Uni, so viele kläffende Hunde neben und Flugzeuge über uns unterwegs, daß der Ton stellenweise unbrauchbar war. Deshalb die Nachsynchronisation im Tonstudio der FH. (weiterlesen…)