Gestern war wieder ein Event mit der International Society des CIT angesagt: Paintball!

Paintball ist ein reales Actionspiel in dem sich zwei Parteien gegenüber stehen: mit Schutzmontur, (insbesondere Kopf- und Gesichtsschutzmaske) Gasdruckpistole und leicht platzender Farbmunition, die auf ca. 20-30 Meter gut zu zielen ist, aber einen entsprechenden “Bumms” drauf hat. Aus wenigen Metern Nähe kann eine Kugel schon gehörige Schmerzen verursachen. Es gibt verschiedene Match-Arten, wir kämpften stets darum, die gegnerische Flagge zu erobern, ohne getroffen zu werden. Ein Treffer am Körper, ausser Kopf, bedeutet, man ist ausgeschieden und muß zur Basis zurück. Nach einer Minute durfte man wieder einsteigen.

Ich hatte das noch nie gemacht, Martin war noch zu erkältet und so war ich dann alleine mit den Internationals unterwegs. Vierzig Minuten Busfahrt, zehn Minuten laufen zum Veranstalter, weil der Bus die letzten holprigen Meter nicht fahren konnte.

Angekommen zwängten wir uns in noch nasse Militär-Overalls und stinkende Masken, hatten aber schon großen Spaß beim verkleiden. Eine kurze Instruktion und Erklärung der Waffen und Sicherheitsregeln und wir wurden zum ersten Capture-the-Flag-Schlachtfeld gebracht.

Wir tobten uns inmitten einiger Holzhütten, leerer Metalfässer, Autoreifen und Tarnnetzen im Matsch aus. Es war eine riesen Sauerei! Überall Pfützen, schlammiger Boden, in den Hütten ganze Seen, aber gottlob regnete es nicht, es schien sogar dir Sonne über Irland!
Ich lugte vorsichtig hinter einem Faß hervor und kassierte sofort einen Streifschuß durch meinen Haaransatz. Man merkte das schon deutlich. Später erhielt ich zwei direkte Treffer auf mein rechtes Auge und grüne Farbe verteilte sich auf der rechten Hälfte meiner Schutzbrille. Ein krasses Gefühl. Nur übertrumpft von einer Kugel, die von der Seite unter meine Maske zischte und mir eine Blessur am Kinn eintrug, welche heute sichtbar angeschwollen ist.

Das zweite Spielfeld war nicht auf ein großes Feuergefecht ausgelegt, sondern mehr auf Schleichen und durch Matsch kriechen, wer mochte. Das war noch spannender als das Erste. Zuletzt verschoss jeder seine übrigen der 200 Kugeln, wenn er nicht schon einmal für 10Euro nachgeladen hatte.

Toller Tag, tolles Event! Langsam rückt auch das Ende des Semesters näher und die International Society hat ein Abschlußevent in Planung, evtl. ein großes Abschlußessen Ende Mai. Wir sind gespannt!

Martin und ich müssen nun unsere letzten Projekte abschließen und haben Mitte Mai unser einziges “Exam”. Danach soll’s nochmals auf einen Trip durch Irland gehen… Connemara, Giants Cause Way…

Bye, Flo