Kreativ-Blog und Podcast
21 Nov
Wieder erschüttert ein Amoklauf die Medienlandschaft und wieder preschen Politiker vorschnell nach vorne, ohne Fachwissen zu haben, und verdammen die Computerspiele als Ursache. Es ist zwar nicht Thema meines Blogs, aber hier möchte ich jetzt auch mal eine Lanze für eines meiner Hobbies brechen!
Es gibt keine einzige wissenschaftliche Studie, die zum schlüssigen Ergebnis kommt, daß gewaltverherrlichende Spiele die Gewaltbereitschaft fördern. Immer wieder wird darauf hingewiesen, daß es auf die Gesamtsituation des Betreffenden ankommt. Neben der Tatsache, daß bei den Amokläufern von Erfurt und nun auch Emsdetten, die plakativ in BILD-Manier “Killerspiele” genannten Spiele “Counter-Strike” und “Doom” gefunden wurden, waren diese beiden Personen Außenseiter und hatten große soziale Probleme und offenbar einen leichten Zugang zu Schußwaffen und Sprengstoff, was in meinen Augen wesentlich besorgnisseregender ist, als ein PC voller Action-Spiele.
Über den Täter aus Emsdetten wird auf Tagesschau.de geschrieben: “Der Amokschütze von Emsdetten war fanatischer “Counter-Strike”-Spieler.” Alleine das ist schon bedenklich. Wer fanatisch in einer Sache ist, ist schon von der Norm abgewichen und eben nicht mehr ganz normal.
Ich bin mit PC-Spielen aufgewachsen, habe alle Klassiker von beginn an in viel zu frühem Alter - wenn es nach den Ansichten mancher Politiker geht - gespielt. Mit 13 oder 14 habe ich schon (more…)
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