Floh im Ohr

Kreativ-Blog und Podcast

Archiv für die Kategorie ‘Was auf die Ohren

Seit vier Monaten bin ich wieder in Deutschland. Irland war absolut genial und ich werde auf jeden Fall wieder hinfahren! Es gäbe noch viel Videomaterial zu verarbeiten, doch wie das so ist: kaum ist man im Alltag angekommen, widmet man sich allen möglichen Dingen, die man auf Reisen nicht mal vermisst hat. In meinem Fall nehmen viele Projekte meine Zeit in Anspruch. Dennoch: aus den verbliebenen Videoaufnahmen werde ich auch noch etwas machen. Zunächst aber…

… habe ich mich – aus Irland zurückgekehrt – gleich in die spannende Arbeit im Synchronstudio gestürzt! Vier Monate sind das nun schon und ich habe großen Spaß am Aufnehmen. Ich bereite die Dialogskripte für die Aufnahmen vor, führe Regie und spreche auch selbst mit, wenn eine passende Rolle in einem Projekt ist. Wir sind ein tolles Team, haben tolle Sprecher und eine super Arbeitsatmosphäre. Die Filme kommen aus aller Herren Länder, z.B. Russland, Ungarn, Polen, USA, Spanien, Frankreich, Irland uvm. Auch an Genres ist die Auswahl reich: Komödie, Thriller, Action, Fantasy-Epos, Horror,… Und nicht zuletzt schwanken auch Qualität und Anspruch der Filme von Machwerk bis Topmovie. Besonders freue mich natürlich über die hochwertigeren Projekte.

Vergangenes Wochenende habe ich auch wieder für eine Computerspiele-Mod für “Gothik 2″ diverse Rollen gesprochen. Das Projekt heißt “Caduon” und soll Anfang nächsten Jahres erscheinen.
Außerdem habe ich für eine kommende Hörspielreihe von “Higher Sense in Higher Sins”einige kleine Rollen gesprochen, bis hin zu den – in einem Fantasy-Epos obligatorischen Schlachten- und Sterbeszenen :) Erscheinen wird dies vorraussichtlich im Frühjahr 2011.

Weil ich der Stimmakrobatik nicht genug bekam, habe ich zu guter Letzt einige selbsterdachte Werbespots vertont, um mich in diesem völlig anderen Metier auszuprobieren. In der Werbung wird – je nach Produkt und Zweck – oft viel geschrien und auch noch die Stimme mit einem Kompressor verstärkt. Dieser nimmt Dynamik aus der Stimme und lässt alles durchgängig lauter klingen. Die Aufnahmen waren ein Riesenspaß für mich und deshalb habe ich zwei der Spots auf meine Homepage gestellt. Euer Feedback würde mich interessieren – könnten diese Spots so im Radio laufen? Postet eure Kommentare!

Zuletzt will ich noch erwähnen, dass ich mein Fantasy-Hörspiel, dass 2006 abgeschlossen wurde, jetzt auf meiner Homepage zum Download anbiete. Es ist ein Fanprojekt zur Metal-Oper Avantasia von Tobias Sammet. Es stecken keinerlei kommerzielle Interessen dahinter; nur die Leidenschaft eines kreativen Fans für dieses Meisterwerk! Ich freue mich, wenn viele Hörspielbegeisterte die Reise von Gabriel und den anderen in eine andere Welt miterleben!

Oder starte hier den Direktdownload (180Mb!) als ZIP-File

Heute startet die deutsche Version von Lars von Triers Film aus dem Jahr 2006 “The Boss of it All”. Als meine erste Synchron-Hauptrolle in einem Spielfilm habe ich den Kristoffer gesprochen, einen Scshauspieler, der angestellt wird, um für eine begrenzte Zeit einen Firmenchef zu spielen. Es kommt natürlich anders: er muß seine Rolle länger aufrecht erhalten und ergreift Partei für die Angestellten, die von ihrem echten Vorgesetzten über’s Ohr gehauen werden sollen.

Es ist eine schwarze Komödie die mit einfachsten Mitteln gedreht und einem automatischen System geschnitten wurde. Von daher ungewöhnlich anzusehen und alles andere als Mainstream-Kino. Ich hoffe, ihr geht alle fleißig ins Programmkino und guckt die deutsche Version, nicht “Original mit Untertiteln”! :)

Den Trailer habe ich leider nur in Orignialsprache finden können: Link zur Trailerseite

Ich bin Synchronsprecher!

Ein weiterer Schritt auf meinen Weg als Sprecher ist gegangen! Vor rund drei Wochen habe ich erfolgreich an einem Synchronsprecher-Workshop teilgenommen. “Erfolgreich” ist in diesem Falle auch keine Floskel, wie die Teilnahme an Schulsportveranstaltungen immer deklariert wurde – ich habe seitdem wirklich schon zwei echte (kleine) Jobs bei Metz-Neun Synchron in Offenbach gesprochen.

Zuerst in einem SciFi-Film einen arroganten Typ am Ende des Films, der sich als “technologisch verbesserte Kampfdrohne Level 5″ aus dem soundsovielten Jahrhundert vorstellt und dann von der Hauptdarstellerin gehörig vermöbelt wird :)   Recht so! Und super witzig! Denn gestern konnte ich die fertig abgemischte Szene sehen und kringelte mich vor Lachen, weil es sehr seltsam ist, seine eigene Stimme aus einem fremden Mund zu hören. Diesen Stimme+Bild-Effekt habe ich bisher noch nicht erlebt. Und das Tollste daran war noch, dass es auch noch super zum Charakter gepasst hat!

Gestern sprach ich einen Sanitäter in einem Kriegsfilm. Die Story ist nicht weiter erwähnenswert – kennt man einen billigen US-Armee-Dschungel-Rettungskommando-Film, kennt man alle. Aber die Arbeit war für mich noch anspruchsvoller, weil es mehr lippensynchrone Szenen gab und der Charakter nicht so eine Klischee-Figur war, die man mit einer bestimmten Stimme leicht hätte sprechen können.
Sehr unterhaltsam sind immer die sogenannten “Reaks” – Reaktionen. In beiden Filmen gab es Kampfszenen für meine Charaktere und da müssen auch die “Autsch”s und “Uff”s und “Aaarrrrgh”s synchronisiert werden. Man steht in der Kabine mit Kopfhören auf dem Ohr, über die man Regieanweisungen aus dem Nachbar-Raum empfängt, und prügelt sich imaginär und gibt entsprechende Geräusche von sich, die mit den Aktionen und Gesichtsausdrücken des Charakters möglichst decken sollen. Ein Heidenspaß, der aber hochkonzentriert gelebt werden will, damit die Aufnahme auch genommen werden kann. Ein toller Job! :) Im Grunde dem Hörspielsprechen sehr ähnlich, nur dass es dort kein Bild zu beachten gibt.

Kommende Woche fahre ich nach Stuttgart um einen weiteren Kriegsfilm zu sprechen, diesmal in mehreren Rollen. Ich bin gespannt, wie das Team dort drauf ist. Bei Metz-Neun herrscht eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre und es wird so eine Umgebung geschaffen, in der alle bestmöglich arbeiten können. Perfekt!

Daneben gibt es gerade noch zwei drei andere Projekte, an denen ich als Sprecher arbeite. Das Eine ist ein studentisches Projekt für eine Master-Arbeit. Ein 3D-Kurzfilm wird erstellt, in dem Tiere im Urwald die Protagonisten sind. Ein Krokodil, ein Mistkäfer, Vögel, ein Känguruh und der Minifant, den ich spreche und auch per Motion-Capturing spiele! Bei der ersten MoCap-Session gab es technische Probleme, daher waren die ersten neun Stunden Arbeit vergeblich und ein zweiter Tag ist angesetzt. Das andere Projekt tituliere ich mal als “noch geheim” – gesprochen habe ich schon, die Tage wird gefilmt und dann nochmal nachvertont. Ich bin gespannt auf das Ergebnis und berichte und verlinke es hier natürlich :)   Ach ja, spreche auch gerade die Hauptrolle für eine neue independent Hörspielserie von Studio Jester! *Freude*

Allen ein schönes Wochenende!

Ein neuer Text hat die einsame Dunkelheit meiner Tintenpatrone verlassen und die weiße Papieroberfläche erblickt. Genau genommen gelangten die einzelnen Buchstaben von einem Geistesblitz aus dem Weltraum in mein Gehirn, wurde über Nervenbahnen und Synapsen in Befehle an meine Fingergelenke und über die Fingerkuppen auf meine geschwungene,  geteilte Tastatur in das supersimple (kostenlose) Schreibprogramm “Roughdraft” übertragen und fand schließlich, über mir nicht genauer bekannte digitale Schnittstellen, einen Weg zu meinem Drucker. Damit war die visuelle Arbeit an meiner neuesten  literarischen Spinnerei abgeschlossen.
Da ich aber genauso gerne die auditive Seite in mir bediene habe ich dann den Ausdruck, nach Revision und Korrektur, zur Hand genommen und über mein gutes Mikrophon direkt in Cubase aufgenommen, geschnitten und mit Hilfe von AudioGrabber in ein MP3 verwandelt und zu guter Letzt mit Mp3Gain an die Lautstärke meiner übrigen Podcasts angepasst und ins Netz gestellt.
So, jetzt wisst ihr in etwa, welchen Weg dieser Text bis zu euren Ohren zurückgelegt hat. Viel Vergnügen!

Seit einiger Zeit gerät mein Hirn in Kontakt mit sogenannten Kreativitätsblasen, die unsichtbar den Kosmos durchstreifen, auf der Suche nach einem geeigneten Punkt zum Andocken. Die meisten Blasen zerplatzen aber ungehört bei diesem Versuch (man merkt einen Fehlversuch durch kurze geistige Verwirrung, wenn man z.B. plötzlich in einem Gespräch “den Faden” verliert.)

Ich habe manchmal das Glück, einer erfolgreichen Verschmelzung als Wirt zu dienen. Unter dem beherrschenden Einfluss der Kreativitätsblase schreibt mein Arm dann schwungvolles Gekrakel auf die nächstbeste Unterlage. Irgendwann ging ich dazu über, bei einer drohenden Verschmelzung schnellstens meine Computertastatur zu konsultieren – nun kann ich das Gekritzel wenigstens später lesen.

Durch diese Symbiosen sind inzwischen einige humorige oder satirische Texte entstanden, die ich von Zeit zu Zeit in meinem Podcast veröffentlichen werde. Heute die Premiere mit einem meiner Favoriten! Viel Spaß!

Fruchtfliegen

Das zweite Hörspiel von Studio Jester, in dem ich eine kleine Rolle spreche, hat die Ohren der Welt erblickt! Ich tauche erst ganz am Ende rund zwei Minuten auf, aber es wird noch weitere Projekte geben – hoffentlich mit wachsenden Rollen! Seid gespannt…

Hier gehts zur Hörspiel-Homepage mit Trailer:
Studio Jester

Hier gibts das Hörspiel bei soforthoeren.de:
Das Philadelphia-Experiment

In Übung bleiben

Viel Zeit ist seit dem letzten Eintrag vergangen, viel ist geschehen. Im Sommer 2008 spiele ich beim Barbarossa Spektakulum die Hauptrolle des Kaiser Barbarossa, hoch zu Ross und natürlich mit rotem Bart. Meine erste Reitstunde habe ich bereits glücklich überstanden!

Heute war mir aber einfach mal nach einem kleinen Stückchen Sprechens und so habe ich einen älteren Text vertont, den ich ursprünglich als einfache Kamera-Übungsszene geschrieben habe. Er braucht aber kein Bild.
Es ist lediglich ein kurzer Dialog zweier Freunde über eine Idee. Wichtig war mir hierbei die Natürlichkeit.

Das Glücksprinzip (1:17 min | 1Mb)

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Nun ist es soweit, das erste kommerzielle Hörspiel, bei dem ich mitspielen durfte, ist erhältlich! Ich spiele die Rolle des Obersturmführers Wyst. Eine gelungene Produktion des Studio Jester, auf dessen Homepage ihr in einen 5min-Trailer reinhören und das Hörspiel bestellen könnt (7,99 € inkl. Jewelcase, Booklet, Versand). Eine MP3-Version könnt ihr bei www.soforthören.de kaufen (4,99 €) und runterladen. Viel Spaß!

Hier der offizielle Story-Abriss:

“Moskau – In der Lenin-Bibliothek finden der Dipl. Physiker Rainer Wolf und sein Mitarbeiter Boris Nikolev, bei Recherchen über die Deutsche Rüstungsforschung im 2. Weltkrieg, eine bisher unbekannte Aktennotiz. Diese gibt neue Rückschlüsse auf den Verbleib des legendären Bernsteinzimmers! Eine echte Sensation! Aber… warum wurde sie bis heute nicht gefunden? Und… wieso ist diese Notiz Bestandteil einer Akte, die durch den KGB im Jahre 1945 ausschließlich zu Aufklärungszwecken über die deutschen Rüstungsforschung angelegt wurde? Gibt es etwa eine Verbindung? Mit der Unterstützung von Historikerin Hannah Hertzig wollen die beiden weitere Nachforschungen anstellen! Als dann noch ein Mord geschieht scheint die Suche außer Kontrolle zu geraten!”

In der neuen Ausgabe es Designer-Magazins spreche ich einige der (auch selbst lesbaren) Beiträge. Das Magazin erscheint alle zwei Monate in einer komplett neuen Ausgabe und brilliert mit abwechslungsreichem und innovativem Design. Zurecht wurde das Magazin für den Grimme-Online-Award nominiert und nun auch für den Designpreis 2008!

Schwerpunkte des Magazins sind Design, Musik, Mode und Medien. Die Präsentation lädt zum entdecken ein. Für mich ist ein Highlight in der neuen Ausgabe die Option, Grüße zu verschicken, die man dann mit vielen anderen als virtuellen Ballon über die Seite fliegen sieht – aus Anlass des zweijährigen Spoonfork-Jubiläums. Ich habe fünf Minuten sämtliche Ballons angeklickt, um Grußkarten zu lesen :)

Also: schnell auf Spoonfork surfen, anschauen und anhören! in folgenden Beiträgen bin ich in der Rubrik DESIGN zu hören: “Flavor Paper”, “Duckdiver” und “Michael Bihain”. Meine Kollegin Ines Dombek liest in der Rubrik MUSIK den Beitrag “Kitsuné”

Ein neuer Tag, ein neuer Text… oder so ähnlich. Inzwischen sind einige weitere Texte entstanden und den neuesten möchte ich wieder einem breiteren Publikum vorstellen. Erstmals hat sich sogar etwas Kritik an der Gesellschaft eingeschlichen. Wünsche viel Vergnügen!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.