Kreativ-Blog und Podcast
18 Feb
Hi Folks!!
Wir haben erste Bekanntschaften geschlossen! Unsere Spanierin im Appartment – ach ja, wir leben mit einer Spanierin “Charow” (die Iren nennen sie der Einfachheit halber einfach “Shadow”, was eine prima Eselsbrücke ist) und einer Irin “Linda” zusammen in einem Appartment in drei Zimmern plus Wohnzimmer-Küche. Die Heizung in der Küche ist superhoch gedreht, unsere im Zimmer geht noch immer nicht.
Aber zurück zur Spanierin: sie hat uns am Samstag ins benachbarte Studentenwohnheim “Eden Hall” zu einer ERASMUS-Party mitgenommen. ERASMUS ist unsere Austausch-Organisation. Dort waren folgende Nationen vertreten: Finnland, Frankreich, Spanien, Kroatien, Tschechien, USA und Deutschland. Na gut, und zwei Iren
Finnen trinken vielleicht noch mehr als Iren, was erstaunlich ist! Selbstgemixtes Spezialgetränk war Wodka mit Fishermens Friends gemischt oder aber mit Lakrizze (Salmiaki). Kann man in Finnland fertig im Laden kaufen.
Es war superlustig und wir unterhielten uns u.a. ewig mit, im vorigen Beitrag erwähnten, Martin aus Tschechien, der auch in Parchment Square wohnt. Wir gewannen den Eindruck, dass Eden Hall irgendwie hübscher von innen ist, als unsere Unterkunft, aber sie ist wohl auch nochmal ein bißchen teurer. Macht euch hier selbst ein Bild. Man unterhielt sich, trank, sprühte wehrlose Studentinnen mit Rasierschaum voll und irgendwann wurden wir alle von der Eden Hall Security rausgeworfen und die Party verlagerte sich in das Pub unterhalb der Studentenwohnungen, “Loft” genannt. Im Parchment Square gibt es keine so scharfen Aufpasser, wie in Eden Hall > Pluspunkt für uns! Im Loft war es dann nochmal richtig toll! Ein allein unterhaltender Gitarrist turnte singend über die Einrichtung und die Studenten tanzte, während auch die älteren Pubbesucher ordentlich mitjubelten und das Ganze offenbar super fanden! In Deutschland hätten sich ältere Herrschaften wohl eher beschwert, wenn eine Horde volltrunkener ihre Bar stürmt und Rabatz macht!? Sehr sehr cool! Nach einer Polonaise durch den Raum hinter dem Gitarristen her, dem zwischenzeitlich auch mal der Strom ausgegangen war, verlegte sich die Party in ein anderes Appartment in Eden Hall, aus dem wir nach rund 45 Minuten erneut entfernt wurden.
Am Ende landeten wir bei den Franzosen in Parchment Square, bis wir uns letztlich selbst davonstahlen. Ein toller Abend! Übrigens trafen wir auf der Party Martina (wie gesagt, “Martins” überall!), ein Kroatin, die uns am Mittag schon mit perfektem Deutsch den Weg zur Bushaltestelle gewiesen hatte.
Am Montag dann endlich: CIT.
Das CIT ist groß, etwas größer vom Gebäude her, als unsere Uni in Dieburg. Es gibt eine Sporthalle mit eigenem Gym, eine riesige Bücherei und einen Haufen “Labs”, Arbeitslabore. MAC ist die Computerplattform. Einen PC haben wir wohl noch gar nicht gesehen. Die Ausstattung mit MACs ist klasse. Allerdings ist der “Media”-Bereich recht überschaubar. Genau genommen kennen wir jetzt wohl schon die Namen der Hälfte aller Fachbereichsstudierenden. Das sind im Ganzen etwa 18 plus Dozenten. Beim Studieninhalt haben wir uns etwas gewundert und tun es noch. Wir haben wohl beide versäumt in Erfahrung zu bringen, dass am CIT der Fachbereich nicht in unsere heimischen Schwerpunkte Interactive, Video, Sound und Animation & Games unterteilt ist, sondern alles beinhaltet. Aber immerhin ist auch hier – wer hätte es gedacht – alles auf Englisch, also keine gälischen Überraschungen ![]()
Unser Hauptstudienraum hat keine Fenster, aber reichlich iMacs und einen Beamer. Die Dozenten stehen hier i.d.R. , vermutlich immer, hinter den Studenten und schauen ihnen auf den Hinterkopf, um zuzusehen, wie eben diese mit der Zeit nach vorne sacken und aus dem Sekundenschlaf wieder aufschrecken. Sich in dieser obendrein sauerstoffarmen Dunkelheit wachzuhalten ist auch nicht so einfach. Kommt aber auch nicht sooo toll, wenn der Dozent vom Beamer einen fünf Seiten langen Fließtext ohne Grafiken abliest – auch wenn er dazwischen meistens frei erzählt und sogar interessant.
Auffallend sind die ausgedruckten Unterrichtsdokumentationen der Dozenten, die zum Lernen dienen. Auch unser Prof für unser Elective “Storytelling” händigte uns ein mehrseitiges Manuskript mit der Aufgabenstellung aus, erklärte uns halb auf dem Gang, halb in seinem Büro noch Details und düste dann nach England davon. Wir werden jeder einen drei minütigen Film mit dem Titel “The Conversation” drehen.
Heute waren wir dann sehr irritiert, als wir zum einzigen Unterricht in Cork City kamen, in der Cork School of Music, die laut Studenten eine der Besten der Welt sein soll. Tolles modernes Gebäude, hervorragend ausgestattete Unterrichtsräume – jeder Platz mit Roland E-Pianos, iMac, Mischpult, etc. Hätte ich heute endlich mein Firewire-Kabel bekommen, könnte ich nun Videos zeigen. Kommt noch!
Jedenfalls kam mir der Unterricht vor wie Musiktheorie. Wir lernten die einzelnen Klang-Charakteristika von Orchester-Instrumenten kennen, eines nach dem anderen. Dann wurden Notenblätter verteilt. Wir sollen offenbar Notenlesen lernen und weiß Gott was. Im Prinzip nicht verkehrt, aber als Studenten mit Schwerpunkt Animation & Games irgendwie unpassend. Dazu irgendwann ein Referat über unsere Lieblingsband halten.
Morgen soll es endlich Animation geben, im Media Project. Dort ist es angeblich freigestellt, wie wir die Aufabe bearbeiten – wir hoffen auf 3D und Gruppenarbeit! Am Donnerstag erwartet uns auch Animation. Soviel wir wissen geht es z.B. um das klassische Zeichnen von Character-Walk-Cycles auf Papier. Wir sind gespannt!
Bevor ich es vergesse! Am Montag wurden unsere ausstehenden Appartmentprobleme zu 90% beseitigt – die letzten 10% sind allerdings sehr wichtig – die Heizung geht noch immer nicht, wie schon erwähnt! Wir haben nagelneue Matrazen bekommen (Yeiiiih!, Glühbirnen, ich habe versehntlich die Sicherung für die Badezimmerlüftung reingedrückt und sofort bereut, denn die klingt wie ein startendes Flugzeug…, einen zweiten Stuhl für unser Zimmer – wir können jetzt beide sitzen!, drei weitere Stühle für die Küche, das zerstörte Sofa wurde ausgetauscht und der zerbrochene Holzstuhl, der unser Stativ für den Sandwich-Film war, wurde entfernt). Noch die Heizung und alles ist Paletti! Außerdem ist die erste Post eingetroffen: meine c’t aus Deutschland! (Yeiih!)
So, und jetzt ab in die Kiste, haha! Morgen solls früh losgehen! Nächstes Mal habe ich hoffentlich endlich das Kabel für meine MiniDV-Kamera.
Grüße,
Flo und Martin
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Ein Kommentar for "Ein Semester in Irland: 2. Party & das CIT"
Hello guys,
I am most amused, to read and see Your Blog about Irland! I had to laugh loudly and I think, Your reports are making people so happy, that Your stay in Irland is worth every cent- besides all the stuff, You will learn and experience further on. So we are impatently lookint forward to Your next film.
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MuV
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