Eine wirklich süße Begebenheit, die ich hier kurz schildern möchte:
Als wir am vergangenen Donnerstag morgens eine Doppelvorstellung “Lauras Stern” gaben, waren die Kinder in der ersten Vorstellung besonders eifrig dabei. In der ersten Reihe, an der Bühnenkante, wurden Füße auf die Bühne hoch gelegt und als ich nahe der Kante stand, griffen Kinderhände nach meinen bärigen Fell-Beinen. Ich beschloss für den weiteren Stückverlauf, einen Schritt weit von der Kante weg zu bleiben und warf dem “Grabscher” an passender Stelle einen freundlich-erzieherischen Blick zu (sollte man besser nicht tun, das ermutigt nur zum Weitermachen…).

Beim Applaus sprang das Kind dann unversehens auf die Bühne, umarmte mich und rief “Teddy! Teddy!”
Für solche Extremsituationen wurde ich nicht ausgebildet! Ich guckte meine Kollegen an, warf einen hilflosen Blick zur Technik, sah wieder hinab und entdeckte nun wenigstens drei Kinder, die in einen Chor einfielen: “Teddy! Teddy!” Meine Kollegen waren schon von der Bühne abgegangen um draußen Spalier zum Händeschütteln zu stehen. Wo war jetzt mein Bärenhüter aus dem Stück, wenn ich ihn brauchte?

Ich gab mich also dem Ansturm hin und erwiderte, ich hätte die (inzwischen) Sechs auch alle lieb und versuchte mich höflichst aus ihrer vielhändigen Umklammerung zu lösen. Nach Minuten auch mit Erfolg, dank der Mütter, die ihre Kleinsten dann doch noch zur Vernunft riefen.

Aber das war schon ein ganz besonderes Erlebnis. Danke!

Euer Teddy :)